Joannes Baptista Sproll: Um seines Gewissens willen

Seit 1931 äußerte sich Joannes Baptista Sproll, Bischof der Diözese Rottenburg-Stuttgart, in vielfältiger Form und öffentlich gegen den Nationalsozialismus. Den Parteioberen Württembergs wird er rasch unbequem. Seiner Wahlverweigerung im April 1938 folgen organisierte gewaltsame Demonstrationen. Er wird aus der Diözese vertrieben und kehrt - nach Jahren der Isolation und schwer erkrankt - im Juni 1945 zurück. Aus unterschiedlichen Blickwinkeln nähern sich die Autoren der Persönlichkeit Sprolls, dessen Zivilcourage den Wiederaufbau legitimieren half und dessen Widerstehen auch heute beispielhaft ist. 
Mit Beiträgen von
Dominik Burkard
Ohne Angst und ohne Menschenfurcht. Bischof Sproll - Bewusster Provokateur oder Märtyrer wider Willen?
Lucia Scherzberg
Das hinter der NS-Bewegung stehende neue Lebens- und Weltgefühl ... sah er nicht. Karl Adam über Bischof Joannes Baptista Sproll.
Peter Steinbach: Unrecht erkennen - sich für andere Empören. Widerstand als stellvertretendes mitmenschliches Handeln.
Hubert Wolf: Die Affäre Sproll. Die Bischofswahl von 1926/27 und ihre Hintergründe.
Gebhard Fürst: Joannes Baptista Sproll. Ein großer Hirte unserer Diözese.
Grußworte von 
Bischof Dr. Gebhard Fürst; Herbert Wicker, Staatssekretär; Klaus Tappeser, Ministerialdirektor 

Der Band veröffentlicht die Vorträge eines Studientags des Geschichtsvereins und der Akademie der Diözese in Stuttgart (7. März 2009), sowie einer Gedenkfeier der Diözese in Rottenburg (8. März 2009), die aus Anlass des 60. Todestags von Bischof Joannes Baptista Sproll veranstaltet wurden.