Studientag mit Jahresversammlung

Katholische Wissenschaft im Spannungsfeld.  Konflikte um Tübinger Exegeten 

Studientag aus Anlass des 200-jährigen Bestehens der Katholisch-Theologischen Fakultät der Universität Tübingen. Zugleich Mitgliederversammlung. 

Samstag, 21. Oktober 2017, Tübingen, Liebermeisterstraße (Theologicum)

Begrüßung und Grußwort
Prof. Dr. Claus Arnold, Vorsitzender 
Prof. Dr. Johanna Rahner, Dekanin der Kath.-Theol. Fakultät Tübingen

Referate 
Prof. Dr. Andreas Holzem, Tübingen: Katholische Theologie in Tübingen 
Prof. Dr. Michael Theobald, Tübingen: Aufgeklärter vs. ultramontaner Katholizismus: Das Beispiel Joseph Gehringer (1803-1856)
Dr. Markus Thurau, Potsdam: Karl Hermann Schelkle (1908-1988): Der "Fall Schelkle".

Mittagessen im Hause 

Führungen
Prof. Dr. Sabine Holtz (Landeshistorikerin, Universität Stuttgart): Historische Führung durch die Neue Aula
Dr. Regina Keyler (Leiterin Universitätsarchiv Tübingen): Themenführung durch Bibliothek und Archiv
Dr. Jens Brückner (Tübingen): Orte religiösen Wissens. Eine Stadtführung mit und ohne Smartphone 

Ambrosianum
Führung durch die neue Bildungsstätte für angehende Theologinnen und Theologen
Mitgliederversammlung

Das "Collegium Illustre" um 1606 mit Garten und Blick auf das Schloss Hohentübingen. Seit 1272 befand sich hier ein Franziskanerkloster, in dem ein "Generalstudium" des Ordens absolviert werden konnte. Kurze Zeit nach der Aufhebung des Klosters während der Reformation und einem Brand wurde hier 1559 eine herzogliche Hofschule (später "Hohe Schule") erbaut und bis 1688 als Ritterakademie für junge Adelige genutzt. Bild: Johann C. Neyffer /Ludwig Ditzinger.

Die Gouache zeigt das Wilhelmsstift um 1878. Vor 200 Jahren, im Herbst des Jahres 1817, wurde die Theologenausbildung von Ellwangen nach Tübingen verlegt. Das Gebäude wurde nun "Wilhelmsstift" (nach König Wilhelm I) genannt. Künftige Priester sollten in der Welt studieren und ihren Geist - auch in konfessioneller Irenik - erweitern. Hier fanden jahrzehntelang die Vorlesungen statt. Bild: Ludwig Ditzinger (Radierung).
Blick auf das heutige Wilhelmsstift vom Turm der Stiftskirche gesehen. Bild: Roman Eisele
Seit dem Umbau in den Achtzigerjahren des 20. Jahrhunderts finden im Innenhof des Wilhelmsstifts viele Feste statt. Die Ruhe im Lesesaal der neuen Bibliothek schätzen seitdem nicht nur von Studierenden des Faches Theologie. (Bild: commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=2524197).
In der Neuen Aula fanden viele Jahrzehnte theologische Vorlesungen statt.
Die Neue Aula mag sich seit ihrem Bau nicht wesentlich verändert haben. Doch die Studentenunruhen erreichten um 1968 auch die Theologiestudenten. Sie galten und gelten als "68er".
Im Altbau des heutigen Theologicum befinden sich seit 1961 und noch heute Büros theologischer Lehrstühle. Vor 1961 waren hier Kliniken untergebracht.
1989 wurde der Neubau des Theologicums eingeweiht. In dieser Zeit durchliefen bis zu 1000 katholische Studentinnen und Studenten das Theologiestudium.