Der Meister von Meßkirch

Wildensteiner Altar. 1536. Staatsgalerie Stuttgart.

Der Meister von Meßkirch und seine Altäre: Katholische Pracht in der Reformationszeit

Für den Nachmittag des 28. Februar 2018 laden wir Mitglieder und Interessierte in die Staatsgalerie nach Stuttgart ein. Anlass ist die Große Landesausstellung der Staatsgalerie, in der wertvolle Werke des Meisters von Meßkirch gezeigt werden, der zwischen 1515 und 1540 gewirkt hat.

Seine farblich außergewöhnlichen Bilder beanspruchen höchstes historisches Interesse, da sie – im Unterschied zu der sich im Württemberg des 16. Jahrhunderts fast flächendeckend durchsetzenden Reformation – das regionale Festhalten am altgläubigen Bekenntnis dokumentieren.

Die Große Landesausstellung möchte ein neues Bewusstsein für die entwicklungsgeschichtliche Bedeutung des Meisters von Meßkirch zu wecken, der nicht nur zu den frühesten Malern der Katholischen Reform zählt, sondern auch in seinen Bildtafeln all jene Gestaltungsmittel vorwegnimmt, die charakteristisch für die spätere gegenreformatorische Kunst im Zeitalter der Konfessionalisierung werden sollten.

Für die adelige Familie von Zimmern schuf er Altäre von unschätzbarem Wert: Den Wildensteiner Altar oder den Falkensteiner Altar.

In zwei Vorträgen mit kunsthistorischem und religions- und konfessionshistorischer Thematik werden wir an den Meister und seine Werke, sowie an sein geographisches und religiöses Umfeld herangeführt. Die Kuratorenführungen veranschaulichen das Gehörte und vermitteln weitere Inhalte, so dass die Kunstwerke neu gesehen und interpretiert werden können.

Bei einem abschließenden Apéro bleibt Zeit für weitere inhaltliche Fragen, für Begegnung und Austausch.

Weitere Informationen folgen in Kürze.
Bei Fragen wenden Sie sich bitte an die Geschäftsstelle: info@gv-drs.de, Telefon 0711.1645.560.

Wildensteiner Altar, Mitteltafel. Madonna, umringt mit den vierzehn Heiligen des Adelshauses von Zimmern.