Studientagungen

2009 September - Tagung Kunst-Gebrauch - Gebrauchs-Kunst?

Religiöses Wissen und soziale Repräsentanz in Bildern des Mittelalters und der Neuzeit 

23. bis 26. September 2009, Weingarten,
Tagungshaus der Diözese 
Tagungsbericht 
auch in HSozuKult, AHF und HistArt, gedruckt in RJKG 30 (ab Dez.2012)

Tagungsleitung: Prof. Dr. Andreas Holzem, Universität Tübingen und Dr. Dieter Bauer, Akademie der Diözese 

Nicht die museal konzipierte "Kunst" der Objekte soll im Mittelpunkt der Tagung stehen, sondern die Frage nach ihrem religiösen, repräsentativen und sozialen Gebrauch durch den Einzelnen und in Gemeinschaften. Dieser Gebrauch ist getragen von einer bestimmten Form religiösen Wissens, das nicht ausschließlich theologieförmig, sondern als praktisches, manchmal nicht einmal diskursives Wissen vorliegt das Zusammenleben in Gemeinschaften, aber auch mit Gott, den Heiligen oder den Repräsentanten der Kirche, nachreformatorisch der Kirchen, steuert. Diesen Zusammenhang von Wissen und Praxis gilt es aufzuhellen. 

Die Frömmigkeitstheologie des späten Mittelalters hat auf die Konzepte und die religiöse Praxis des Bildes ebenso intensiv eingewirkt die die Reformation mit ihren Bilddebatten und Bilderstürmen; nachreformatorisch ist das Bild aus den sich formierenden Konfessionen keineswegs verschwunden, musste sich aber tiefgreifend wandeln. Die Tagung möchte im Sinne einer historischen Bildwissenschaft Ergebnisse aus der Kirchen- und Theologiegeschichte, der Kunstgeschichte und der Kulturgeschichte zusammenführen und auch für ein breiteres Publikum fachlich Interessierter erschließen.    
(Text: Andreas Holzem)