Studientag mit Jahresversammlung

Katholische Theologie in Tübingen. 1817-2017

Samstag, den 21. Oktober 2017, Tübingen, Liebermeisterstraße (Theologicum), Großer Hörsaal. 
Studientag aus Anlass des 200-jährigen Bestehens der Katholisch-Theologischen Fakultät an der Universität Tübingen.        Programm hier

Professoren 2007, Prof. Joh. B. Hirscher, Professoren 1864
Theologiestudenten 1964, erste weibliche Studentin Fanny Werfer 1921, AmbrosianerInnen 2017

Begrüßung und Grußwort
Prof. Dr. Claus Arnold, Vorsitzender
Prof. Dr. Johanna Rahner, Dekanin der Kath.-Theol. Fakultät Tübingen
Referate 
Prof. Dr. Andreas Holzem, Tübingen:Theologie in Tübingen. Ein historischer Lernort
Prof. Dr. Michael Theobald, Tübingen: Aufgeklärter versus ultramontaner Katholizismus: Das Beispiel Joseph Gehringer (1803-1856)
Dr. Markus Thurau, Potsdam: Karl Hermann Schelkle (1908-1988): Der "Fall Schelkle".
Ehrung
Übertragung der Ehrenmitgliedschaft an Dr. Abraham P. Kustermann, Direktor i.R. der Akademie der Diözese Rottenburg-Stuttgart.

Am Vormittag wurde Dr. Abraham Peter Kustermann für seine vielfältigen Verdienste um den Geschichtsverein die Ehrenmitgliedschaft übertragen.
Ein studentisches Ensemble der Hochschule für Kirchenmusik Rottenburg setzte ein besonders musikalisches Highlight.

Würdigung unseres soeben ernannten Ehrenmitglieds Dr. Abraham P. Kustermann. Zu unseren Ehrenmitgliedern mehr

Führungen
Prof. Dr. Sabine Holtz (Landeshistorikerin, Universität Stuttgart): Historische Führung durch die Neue Aula
Dr. Regina Keyler (Leiterin Universitätsarchiv Tübingen): Themenführung durch Bibliothek und Archiv
Dr. Jens Brückner (Tübingen): Orte religiösen Wissens. Eine Stadtführung mit und ohne Smartphone
16:00 Führung durch das AmbrosianumBildungsstätte für angehende Theologinnen und Theologen
Ambrosianum ab 16 Uhr Kaffee|Tee|Gebäck 
Überreichung des Bischof-Carl-Joseph-von-Hefele-Preises an die Theologin Ursula Tünnißen, Münster

Prof. Dr. Sabine Holtz (Landeshistorikerin, Universität Stuttgart) erläuterte Gästen in den Senatssälen der Neuen Aula die Portraits der dort präsentierten katholischer Professoren.

Johanneum mit Ambrosianum 
Überreichung des Bischof-Carl-Joseph-von-Hefele-Preises an die Theologin Ursula Tünnißen, Münster, für Ihre Magisterarbeit „Wir löschen diesen deutschen Ketzer aus dem Gedächtnis des Lebens aus!“ Das römische Bild Ignaz Heinrich von Wessenberg im Spiegel seiner Indizierungsverfahren. Gutachter: Prof. Dr. Hubert Wolf und  Dr.  Norbert Köster. 
Die 27jährige Theologin hat sowohl den Vollstudiengang Theologie (mit Abschluss Magistra Theologiae) als auch das Lehramtsstudium (mit Abschluss Master of Education) mit Erfolg studiert.
 

Im Auftrag von Bischof Dr. Gebhard Fürst überreichte Ordinariatsrat Dr. Gerhard Schneider, der auch Leiter des Ambrosianums ist und somit unser Gastgeber war, die Preisurkunde und das Preisgeld.
Die Preisträgerin Ursula Tünnißen dankte für die Auszeichnung, die mit einem Preisgeld in Höhe von 2.500€ verbunden ist.

Mitgliederversammlung 
Abschließend Gedenkgottesdienst in der Kapelle für den Gründer des Geschichtsvereins, Prof. Dr. Rudolf Reinhardt († 20.06.2007) und verstorbene Mitglieder des Geschichtsvereins. 

Das Collegium Illustre 1602, gezeichnet vom Tübinger Maler Hans Philipp Greter, der auch Bilder für die Tübinger Professorengalerie (heute in der Neuen Aula) malte. Es zeigt Studenten im Hof des späteren Wilhelmsstifts beim Fußturnier.
Wilhelmsstift um 1878. Vor 200 Jahren, im Herbst des Jahres 1817 ,begann die Theologenausbildung in Tübingen, die von Ellwangen abgezogen wurde. Das Gebäude wurde nun "Wilhelmsstift" (nach König Wilhelm I.) genannt. Künftige Priester sollten in der Welt studieren und ihren Geist - auch in konfessioneller Irenik - erweitern. Hier fanden jahrzehntelang die Vorlesungen statt.
Blick auf das heutige Wilhelmsstift vom Turm der Stiftskirche gesehen. Im Vordergrund das Wilhelmsstift mit beiden Flügeln, dahinter Turm und Langhaus der Pfarrkirche St. Johannes. Bild: Roman Eisele
Seit dem Umbau in den 1980iger Jahren finden im Innenhof des Wilhelmsstifts Feste statt. Die Ruhe im Lesesaal der neuen Bibliothek schätzen seitdem nicht nur von Studierenden des Faches Theologie.
(Bild: commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=2524197).
In der Neuen Aula fanden über viele Jahrzehnte theologische Vorlesungen statt.
Die Neue Aula mag sich seit ihrem Bau nicht wesentlich verändert haben. Doch die Studentenunruhen erreichten um 1968 auch die Theologiestudenten. Sie galten und gelten als "68er".
Im Altbau des heutigen Theologicum befinden sich seit 1961 und noch heute Büros theologischer Lehrstühle. Vor 1961 waren hier Kliniken untergebracht.
In den Jahren um 1980 durchliefen bis zu 1000 katholische Studentinnen und Studenten das Theologiestudium. Der Neubau mit Bibliothek erleichtert seit 1989 das Studium. Er beherbergt den großen Hörsaal, Seminarräume und Cafeteria.
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Auf dem Gelände des Johanneums an der Tübinger Brunsstraße wurden ein Wohnheim für angehende Theologinnen und die Kapelle mit Saal erbaut.
Die Kapelle besticht durch ihre architektonische Simplizität und das Gemälde von Sieger Köder.